Cuba - ein Reisebericht

 

Guten Tag Ihr Lieben,                                                                                                   von Ehrengart Sittig

 

wir sind früher zurück als geplant und haben sehr viele neue Erfahrungen gesammelt ! Dieses schreibe ich, damit wir nicht alles wiederholt erzählen müssen.

 

Am 21.1.2015 sind wir nach Bogota ( Kolumbien ) gereist. Dort wurden wir von einer sehr freundlichen Reiseleiterin in Empfang genommen.

Sie brachte uns in ein zufriedenstellendes Hotel und zeigte uns am nächsten Tag Bogota. Es war ein wunderbarer Tag und wir haben mit ihr viel gesehen und von ihr viel über Bogota und Kolumbien gehört.

   

                                                               Impressionen aus Bogota

 

                       

 

                      

 

                                                             

 

                                                      

 

                     

 

                

 

 

 

Einmal Cuba und zurück.

 

 

 

  

 

  

                                     

Weiter ging es nach Havanna ( Cuba ) . Dort fehlte die bestellte Reiseleiterin aber unser Voucher wurde begutachtet und man steckte uns in ein Taxi. Wir gingen davon aus, dass alles o.k. ist. Dieser Taxifahrer brachte uns an den Rand der Altstadt, dort bestellte er einen Kofferträger mit Wagen und meinte : Er könne nicht in die Altstadt fahren. Der Spaß kostete uns 6 Dollar und einen Gang durch die Altstadt bei ca 30 °. Überall in den Straßen waren tiefe Löcher und Schuttberge, außer den wenigen renovierten Häusern sahen wir total verkommene und ungepflegte Häuser ! In der Masse hatten wir nicht damit gerechnet !

  

 

 

 

  

 

     

 

  

Eigentlich hatten wir eine individuelle Abholung vom Flughafen zum Hotel gebucht. Aber andere Länder andere Sitten, dachten wir !

Am nächsten Tag holte uns eine sehr nette Reiseleiterin ab, die uns klar machte, das es nicht stimmte, was uns der Taxifahrer erzählt hatte.

Mit ihr haben wir einen sehr schönen Tag in Havanna verbracht, trotz Regen. Sie zeigte uns die Altstadt von ihrer schönen Seite, die Wehranlagen gegenüber und ging mit uns zu einer Familie essen. Ein gelungener Tag.

 

 

 

 

    

 

Am Montag haben wir dann das gemietete Auto abgeholt. Dort mussten wir, wie auch beim Geld tauschen, in einer Reihe lange warten. In öffentlichen Bereichen mussten wir immer lange warten und hatten es immer mit unfreundlichen Menschen zu tun, leider auch in den Hotels. Das Personal hat sich sehr gestört gefühlt, wenn man sie ansprach ! Aber das Auto, man höre und staune war neu !!!!

Unsere erste Fahrt ging Richtung Westen , auf ungefähr halber Strecke hielt uns ein Uniformierter an und bat uns jemanden mitzunehmen.

 

 

Die vielen Menschen am Straßenrand waren uns schon aufgefallen. Auch Ochsenkarren, Pferdewagen etc fuhren über die Autobahn, die mehr Schlaglöcher als fahrbare Piste hatte.

 

    

 

Rudolf „ flog „ so schnell als möglich, um die Strecke hinter sich zu bringen. Da der Uniformierte uns noch mit auf den Weg gegeben hatte, doch Menschen mitzunehmen (die Fahrtkosten seien hoch und die Leute sind unglaublich arm), haben wir das gemacht. Sehr nette Menschen haben wir so kennengelernt, darüber sind wir heute sehr froh.

 

 

Einige Tage später fuhren wir zurück gen Osten und mussten durch Havanna. Ein Alptraum. In Havanna angekommen hielten wir , um uns zu orientieren. Zwei junge Männer wollten per Anhalter fahren und meinten, sie würden uns den Weg nach Osten  zeigen. Haben sie gemacht !!! Sie stiegen aus, winkten uns zu und wir waren auf dem richtigen Weg. Tief durchgeatmet haben wir, dass wir die Hürde genommen hatten ! 250 km weiter mussten wir tanken. Rudolf bezahlte mit einem 50 COC-Schein (50 COC = sind 50 € ) und musste den Pass vorlegen. So große Scheine, werden so nicht genommen, das wussten wir AUCH nicht !Der Tankwart hat nicht weiter nachgefragt. So hatten wir zum Glück Benzin !

 

  

 

Nun war das Erstaunen groß !!! Der Rucksack mit den Pässen, Impfausweisen, allen Reiseunterlagen, allen Vouchern, I-Pad, Kabel, Stecker etc und Bargeld in Dollar und €. Wir konnten es nicht fassen. Suchten im Kofferraum, drehten alles um, aber der Rucksack war einfach nicht mehr da !!!!

Unsere Meinung : Entweder wir haben ihn im Hotel vergessen oder man hat ihn uns gestohlen.

Also 300 km zurück im Schnellgang und bei schlechten Straßen ! Ich habe die Luft angehalten. Wir haben die Strecke ohne Anhalter unbeschadet geschafft aber der Rucksack war nicht dort !!! Die Anhalter werden den mitgenommen haben. Rudolf muss nach alter Gewohnheit, den kleinen Rucksack hinter den Fahrersitz gestellt haben. So , das war es dann !

 

    

 

Wieder 60 km zurück nach Havanna. Den Wagen im Zentrum geparkt und mit der Taxe zur Polizeistation. Die Botschaft hatte uns gesagt, dass wir einen Polizeibericht brauchen und 2 Passbilder. Der Polizeikommandant war sehr nett und sagte uns, dass er uns helfen würde. Da hatten wir großes Glück. Bei der Polizei verbrachten wir 6 Stunden. Wir wurden zu einem Prof. gefahren, der deutsch konnte. Der Bericht wurde von uns in deutscher Sprache niedergeschrieben und von dem Herrn übersetzt. Nachdem das nun erledigt war , wurde das Auto geholt, der Polizist fuhr unser Auto, wir waren geschafft. In der Polizeistation wurden Fingerabdrücke am + im Auto und auch von uns genommen. Endlich waren wir fertig, es war inzwischen 24:00 Uhr und wir hatten kein Bett!!!

Der Polizist fuhr mit uns aber es gab in ganz Havanna kein Bett. Die Touristen kommen zur Zeit in Massen. Schließlich fand der Polizist ein Zimmer in einer sehr merkwürdigen Gegend. Er meinte nur, dass wir das Auto wegbringen sollten, sonst hätten wir evtl am nächsten Tag keine Räder mehr. So wurde auch das noch erledigt. Um die Ecke war jemand, der für Geld das Auto bewachen sollte ??? Es hat geklappt ! Das Zimmer hatte kein Fenster aber wenigstens zwei Betten

 

 

Am nächsten Tag war der Weg zur deutschen Botschaft angesagt. Die Leute, die uns das Zimmer gegeben haben waren sehr, sehr hilfsbereit. Sie besorgten uns in der Nachbarschaft ein Frühstück, fuhren mit uns zu jemandem, der Passbilder machen konnte und fuhr auch mit uns zur deutschen Botschaft.

Dort angekommen haben wir festgestellt, dass man seine Papiere nicht verlieren darf, einen gültigen Ausweis auf jeden Fall braucht und auch Bargeld in Landeswährung haben sollte. Zum Glück hatten wir noch Landeswährung, denn wir hatten vor dem Verlust getauscht. Rudolf hatte einen gültigen Führerschein und wir hatten beide Masterkarten noch. ( Mit der Mastercard bekommt man nur mit einem Ausweis in der Bank Geld, was wir auch nicht wussten ! ). Rudolf konnte bestätigen, dass er mich kennt ! Trotz Kopie meines Personalausweises und den Nr der Pässe war eine eidesstattliche Erklärung notwendig. Nun bekamen wir einen Reisepass zur Ausreise nach Deutschland. Unsere Rückreise ging aber wieder über Bogota. Um uns einen entsprechenden Reisepass ausstellen zu können, musste die Botschaft Deutschland kontaktieren. Es war aber schon Freitag und unsere Ämter hatten alle schon geschlossen.So führte unser erste Weg zu Air France / KLM. Dort bekamen wir einen

 

 

Flug für Montag, 2.2. Das nächste Problem war das Bett für 3 Nächte. Wir fanden schließlich ein Zimmer weit draußen. Zimmer, Gegend, Restaurant war alles ganz schrecklich . Egal ! Eines ist nur wichtig : Wir sind gesund und heil in Deutschland angekommen und erfreuen uns an unserem schönen Zuhause !!!!!!!

 

    

 

Cuba ist, bei allem Wohlwollen, unserer Meinung nach keine Reise wert, es sei denn, man braucht die Bestätigung, dass man froh ist, hier geboren worden zu sein !

 

        

    

      

                                                                                       

Euch allen ganz liebe Grüße von Menschen, die jungen Leuten sagen, was sie auf Reisen nicht machen dürfen aber selber im Alter solche Erfahrungen gemacht haben !

 

Eure Ehrengart und Rudolf

 

Gerade haben wir die Botschaft erhalten, dass unsere Pässe, die Voucher und das Bargeld ( € + Dollar ) von der Polizei gefunden wurden !!! kaum zu glauben !

Vielleicht haben sie ja auch unseren Rucksack gefunden, bin gespannt !

 

 

 

Fotos: Google-Tripavisor-Verschiedene Reiseberichte.

           Sollten Fotos nicht freigegeben sein, bitte ich um

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