Die Reise nach Brüssel

                                                                                             von Gabi Braune

                                                                           

An einem herrlichen, wenn auch heißen Sonntag fuhren wir mit Sievers Reisen um 5.50 Uhr vom ZOB nach Neumünster, um noch einige Mitfahrer einzuladen und dann ging´s weiter Großrichtung Brüssel. Damit wir nicht die gleiche Strecke bei der Hin- und Rückfahrt haben, fuhren wie hin durch Holland. Durch das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen kamen wir zügig voran.

Gegen 8.00 Uhr bei der ersten Pause gab es 2 belegte halbe Brötchen und eine schöne Tasse Kaffee und um die Mittagszeit verwöhnte uns unser Fahrer Erich mit dem sogenannten „3-Gang-Menü“, und zwar 1. Würstchen mit 2. Brot und 3. Senf. Gegen 15.00 Uhr war Brüssel in Sicht. Durch die Krönungsfeierlichkeiten in der Innenstadt mussten wir aber einen Umweg fahren, so dass wir erst gegen 16.00 Uhr im Hotel ankamen. Dort erhielten wir unsere Schlüssel, konnten auspacken und uns ein wenig erholen. Leider hatte unser Zimmer nicht die im Internet angegebene Minibar, wo wir unsere Selter hätten schön kühlen können.

Aber im Großen und Ganzen waren wir mit unserem Zimmer zufrieden, obwohl es zur Hauptverkehrsstraße lag. Die nicht ganz schließende Balkontür wurde gleich am nächsten Tag repariert, so dass wir etwas ruhiger schliefen.

Da wir keine Lust hatten bei der Hitze nach einem Restaurant zu suchen, gingen wir in das Hotelrestaurant. Dort war es sehr schön kühl und nett eingedeckt. Bei den Preisen in der Speisekarte konnte einem allerdings wieder heiß werden. Doch wir hatten Hunger und so bestellten wir uns einen schönen Wein und das preiswerteste Essen, das die relativ kleine Karte hergab. Danach haben wir es uns auf unserem Balkon gemütlich gemacht und sind relativ früh schlafen gegangen, da der morgige Tag sicher anstrengend werden würde.

Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir um 9.00 Uhr Richtung Chocolaterie „Zaabär“. Dort wurde uns in einem Film die Geschichte, Ernte und Verarbeitung der Kakaofrüchte gezeigt.  

                                                                                     

Die Atzteken begannen die Kakaobohnen als Genussmittel und als Zahlungsmittel zu nutzen. Auf einer seiner vielen Reisen entdeckt dann Columbus die Kakaobohne, weiß allerdings nicht so richtig, was er damit anfangen soll. Erst viel später wird von den reichen Kaufleuten die Bohne als etwas Besonderes und Wertvolles angesehen und man trank den Kakao, aber nicht weil er ihnen gut schmeckte, sondern – wie man heute sagen würde – „in ist“. Die wohl wichtigste Änderung, die notwendig war, um der Schokolade bei den Spaniern zum Durchbruch zu verhelfen, war die Idee, das Getränk mit Rohrzucker zu süßen, denn es war vor allem der bittere, herbe Geschmack der Maya- und Atztekenschokolade, der den Eroberern nicht gefiel. Die Spanier waren - wie alle Europäer - geradezu süchtig nach „süßen Dingen“ seit im mittelalterlichen Europa der Zucker eingeführt worden war.

Die Ernte und Verarbeitung der Kakaobohnen ist sehr aufwendig. Mit Hilfe von langen Pflückmessern werden die Kakaofrüchte von den Bäumen getrennt. Dabei muss mit äußerster Sorgfalt vorgegangen werden, um die Samenkissen, aus denen die Frucht hervorgegangen ist, nicht zu verletzen. An diesen Stellen könnten sonst keine weiteren Früchte mehr wachsen. Die Früchte werden dann mit Macheten geöffnet und das Fruchtfleisch, sowie die Kakaobohnen aus den Schalen geholt. Besonders verbreitet ist heute die Fermentation in großen Holzkisten. Diese Methode wird von den meisten größeren Farmen und Anbau-Kooperativen verwendet. Richtig angewendet erreicht man so gleichmäßige und gute Ergebnisse. Die Fermentation in Fässern und Holzkisten hat den Vorteil, dass die Kakaobohnen nicht so leicht von Schädlingen befallen werden. So liegen die Bohnen meistens für etwa fünf bis sechs Tage zwischen Bananenblättern oder in Holzkisten. Die genaue Fermentationsdauer schwankt, abhängig von der Kakaosorte, zwischen 2 bis 7 Tagen. Während dieser Zeit läuft ein Gärprozess, die Fermentation, ab. Dabei entstehen hohe Temperaturen von ca. 45 bis 50 °C.

Nach der Fermentation enthalten die Bohnen bis zu 60 % Wasser. Um lagerfähig und damit für die weitere Verarbeitung geeignet zu sein, müssen sie getrocknet werden. Dazu werden sie auf Matten oder Tabletts ausgebreitet und ein bis zwei Wochen der tropischen Sonne ausgesetzt (In den Kakao erzeugenden Ländern scheint die Sonne so oft :-). Während des Trocknens reduziert sich das Gewicht der Bohnen um mehr als die Hälfte und der Wassergehalt wird auf maximal 7 % reduziert. Dadurch wird die Haltbarkeit der Bohnen deutlich verbessert. Durch die Sonnenbestrahlung wird außerdem das Aroma der Bohnen weiter entwickelt.

Nachdem all diese Prozesse durchlaufen sind, werden die Bohnen in Säcke verpackt und zur Herstellung von Schokolade und Kakaopulver weiterverkauft.

Herstellung der Schokolade
Kakaobutter und die flüssige Kakaomasse sind Grundlagen der Schokoladenherstellung. Als weitere Zutaten kommen vor allem Milchpulver und Zucker dazu. Das jeweilige Mischungsverhältnis hängt von der Schokoladensorte ab. So ist der Milchpulveranteil um so geringer, je bitterer die Schokoladensorte ist. Dagegen hat Vollmilchschokolade den höchsten Milchpulveranteil. Die Mischungsverhältnisse der einzelnen Sorten sind streng geregelt.


Alle Zutaten werden in großen Behältern gut miteinander vermischt. Um die Konsistenz zu verfeinern wird die Masse durch Feinwalzen auf „Cremigkeit“ gebracht. Dies ist für das zart schmelzende Gefühl im Mund, beim Essen von Schokolade, von großer Wichtigkeit, denn der Mensch ist in der Lage nur selbst winzig kleine Körner mit der Zunge aufzuspüren.
Nun folgt die Hohe Kunst der Schokoladenherstellung. Das Verfahren des Conchierens wurde zufällig durch Rudolph Lindt entdeckt. Dabei wird die Schokoladenmasse in einem Conche-Behälter bis zu drei Tagen lang gerührt und immer auf Temperaturen zwischen 55° C und 90° C gehalten. Dieser Vorgang beeinflusst den Geschmack der Schokolade stark. Dabei können die einzelnen Faktoren des Verfahrens, wie zum Beispiel Dauer, Bauweise des Conche-Behälters und die Temperatur verändert werden. Das Conchierverfahren ist auch heute noch das am besten gehütete Geheimnis des Schokoladenherstellers. Durch den langen Knet- und Rührvorgang der Schokolade verflüchtigen sich unerwünschte Bitter- und Geruchsstoffe. Die Restfeuchte wird stark minimiert. Erst der Prozess des Conchierens entfaltet das volle Aroma der Schokolade und verleiht ihr den zart schmelzenden Charakter.

Die fertige Schokolade muss jedoch nicht nur im Geschmack passen, sondern auch eine ansprechende Farbe haben und eine passende Form erhalten. Dabei ist das Temperier-verfahren entscheidend. Die Schokolade muss richtig abgekühlt werden. Dies ist ein diffiziler Vorgang, denn es muss eine ganz bestimmte Temperaturkurve eingehalten werden, damit eine Oberfläche mit mattem Glanz entsteht. Für Schokoladenkenner ist selbst das Geräusch beim Brechen der Tafel entscheidend. Auch der hörbare „Knack“-Effekt wird durch das richtige Abkühlen erreicht.

Nachdem wir kurz der Schokoladenherstellung zugeschaut haben, ging es in den Verkaufsraum von Zaabär. Neben jeder Tüte bzw. Tafel war ein Becher, aus dem man sich ein Stück zum Probieren nehmen konnte. Manche verwechselten dies aber wohl mit einem 2. Früh-stück. Aber es war auch schwierig, sich bei dieser Vielfalt zu entscheiden. Schließlich hatten wir es geschafft und es ging weiter zur Stadtrundfahrt durch Brüssel.

Wir hatten einen sehr guten Stadtführer, der uns mit kleinen Geschichten rund um die verschiedenen Bauten in Brüssel gut unterhielt.

Die Straße ins Zentrum ist für Autos sehr eng, da in der Mitte Straßenbahn, Busse und Radfahrer Vorfahrt haben, so dass zwischen Bürgersteig (der auch ziemlich breit ist) und Schienen gerade man so ausreichend Platz ist. Rechts und Links von der Hauptstraße stehen moderne und alte Häuser, die zum Teil recht schmal sind. Das liegt daran, dass in früherer Zeit die Grundsteuer pro Quadratmeter bebauten Raumes berechnet wurde, so dass die Leute mehr in die Höhe bauten. Besonders auffällig sind die flämischen Bürgerhäuser im Jugendstil.

Durch die „Teuren“ Straßen ging es vorbei an den vielen Parkanlagen zum Triumphbogen, der das Eingangstor zu dieser Parkanlage ist. Auf dem Bogen befindet sich eine Quadriga und die Statuen an den Füßen der Säulen repräsentieren belgische Provinzen.

 

Triumphbogen

Weiter ging es zur Börse, dem Justizpalast und Schloss Laeken, wo die Königsfamilie residiert. Für offizielle Anlässe wird der Palast (Palais Royal) im Zentrum Brüssels genutzt. Hier werden Gäste empfangen und der König hat hier sein Arbeitszimmer. Jeden Sommer ist der Königliche Palast übrigens geöffnet und kann besichtigt werden.

    

Börse und Königspalast

 

Dann ging es zum Europaviertel, in dem sich die meisten Institutionen der Europäischen

Union befinden.

Das Viertel war ursprünglich eine Wohngegend, aber nach und nach wurden alte Gebäude durch moderne Bürokomplexe ersetzt. Eines der bekanntesten Gebäude ist sicherlich das Berlaymont, der Sitz der Europäischen Kommission, welches in den 60er Jahren erbaut wurde. Die Europäische Kommission und der Europäische Rat sind im Zentrum des Europaviertels am Rond-Point Schumann. Das Europäische Parlament befindet sich gleich neben dem Place du Luxembourg. Es ist wirklich eine kleine Stadt für sich.

Eines der ungewöhnlichsten und faszinierendsten Gebäude der Welt ist wohl das Atomium. Das Wahrzeichen Brüssel entstand 1958 zur Weltausstellung. Eine Elementarzelle einer Eisen-Kristallstruktur wurde 165-millardenfach vergrößert. Es ist 102 Meter hoch, die 12 Kanten enden an 9 Kugeln von je 18 Meter Durchmesser, Verbunden sind die Kugeln durch 23 Meter lange Röhren. In den Röhren befinden sich Rolltreppen, im mittleren Rohr ein Aufzug, der die Besucher direkt in die obere Kugel bringt. 2005 wurde das Atomium renoviert und bekam anstelle der Aluminiumhülle eine neue Edelstahl-Haut. Leider konnten wir es nicht besichtigen, da man sich ein Jahr im Voraus dafür hätte anmelden müssen.

Nun suchte sich unser Fahrer im Zentrum einen Platz für den Bus, an dem wir uns um 17.00 Uhr für die Rückfahrt ins Hotel wieder treffen wollten. Unser Reiseführer ging dann mit uns zum Grand Place (Marktplatz), um uns das gotische Rathaus und die sich um den Markt befindlichen prächtig verzierten mit barocken Fassaden und Giebeln versehenen Zunfthäuser zu zeigen. Abends werden die Fassaden wunderbar ausgeleuchtet. Seit 1998 ist der Grand Place in die Liste „Weltkulturerbe der UNESCO“ aufgenommen.

Rathaus

Damit wir auch das Wahrzeichen von Brüssel „Manneken Pis“ finden, hat uns unser Reiseführer eine genaue Wegbeschreibung gegeben. Wenn allerdings vor diesem Wahrzeichen nicht so viele Menschen gestanden hätten, wären wir bestimmt vorbeigelaufen. Die Bronzestatue von nur 61 cm wurde 1619 an einer kleinen Straßenecke aufgestellt und musste mehrfach ersetzt werden, weil sie gern gestohlen wurde. Zu besonderen Anlässen (Fußball-Länderspiele u.ä.) wird die Statue verkleidet. An die hundert Kostüme hat der kleine Kerl, die im Brüsseler Stadtmuseum ausgestellt werden.

Brüssel gilt aber auch als Hauptstadt des Comics. Graue Häuserwände sowie Metrostationen wurden von Künstlern gestaltet mit den bei uns in Deutschland bekanntesten Comic Figuren wie Timm und Struppi, Lucky Luke und anderen Figuren. Natürlich hat Brüssel auch viele Museen, Theater, Opernhäuser und Konzerthallen. Doch um sich das alles anzusehen, hätten wir wohl noch ein paar Wochen hier bleiben müssen.

Gegen 16.30 Uhr schlichen wir dann - durch die Hitze und die vielen Eindrücke ziemlich kaputt - zu unserem Bus und fuhren ins Hotel. Auch diesen Abend haben wir nach einer erfrischenden Dusche auf dem jetzt etwas kühleren Balkon unseres Hotelzimmers verbracht.

Am nächsten Morgen um 8.30 Uhr fuhren wir dann nach Brügge.

Brügge(niederländischBrugge, französischBruges) ist die Hauptstadt und mit rund 118.000 Einwohnern die größte Stadt der Provinz Westflandern in Belgien. Außerdem ist Brügge Bischofssitz der katholischen Kirche für das Bistum Brügge.

Der mittelalterliche Stadtkern wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Im Jahr 2002 war Brügge Europäische Kulturhauptstadt.

Brügge beherbergt das renommierte Europakolleg (College of Europe) und verfügt über einen wichtigen Seehafen im Teilort Zeebrügge.

Die Fahrt dauerte 1 ½ Stunden und führte uns durch schöne Vororte von Brüssel. Angekommen in Brügge wurden wir mit einem kleinen, sehr leise sprechenden und nicht sehr durchsetzungsfähigen Reiseführer auf die 2-stündige Stadtführung geschickt. Da um diese Zeit auch viele andere Reisegesellschaften zur Stadtführung eintrafen, entstand ein ziemliches Gewühl.

Nachdem die „WC-Arie“ abgeschlossen war ging es dann in Richtung Zentrum. Dazu überquerten wir den Minnewater, der früher die Anlegestelle für Treidelschuten oder –kähne war und damit für eine regelmäßige Verbindung zwischen Brügge und Gent sorgte. Weiter ging es über einen romantischen Weg zum Begjinhof. Der „Fürstliche Beginenhof Ten Wijngaarde“ mit weiß gekalkten Fassaden in einem verträumten Klostergarten und dem Beginenhofmuseum wurde 1245 gegründet und wird heute von Benediktinerinnen bewohnt und nicht mehr von Beginen. Es herrscht hier eine fast heilige Stille. Nur gut betuchte Damen ohne jeglichen Anhang dürfen in diesem „Seniorenstift“ wohnen.

 

Durch das Haupttor verlassen wir den Beginenhof und befindet uns kurz darauf vor der letzten in Brügge in Betrieb befindlichen Brauerei De Halve Mann, die seit 1546 ein würziges Bier braut, das nach Aussage unseres Reiseführers sehr gut schmecken soll.

 

Weiter ging es zum ehemaligen St. Jansspital. Nonnen versorgten hier im 12. Jahrhundert Pilger, Reisende und Kranke, die häufig hier her kamen, um zu sterben. Um die mittelalterlichen Krankensäle, die dazugehörige Kirche und die angrenzende Apotheke aus dem 17. Jahrhundert zu besichtigen, blieb allerdings keine Zeit. Vorbei ging es auch an dem heutigen Europakolleg, ein internationales Hochschulinstitut für europäische Studien, was ziemlich unscheinbar wirkte.

Auf dem Weg zum Marktplatz zeigte uns unser Stadtführer noch den 122 m hohen Backsteinturm der Liebfrauenkirche. Es zeigt die Kunstfertigkeit der Brügger Steinmetzen. In der Kirche befindet sich eine reichhaltige Kunstsammlung. Diese Kirche konnten wir besonders gut bei der Grachtenfahrt sehen.

Nach dieser 2-stündigen Stadtführung trafen wir uns dann mit unserem Busfahrer zur Grachtenfahrt. Wir mussten etwas warten, weil wir geschlossen als Gruppe auf eines der Schiffe wollten. Die Fahrt war herrlich und wir konnten die wunderschönen alten Häuser von Brügge viel besser sehen und fotografieren, sofern es der Kopf des Vordermannes zuließ. Bei einer Brücke, die wir unterfuhren, mussten wir sogar den Kopf einziehen. Am Ende unserer gut 45 Minuten dauernden Tour wurden wir dann über Lautsprecher aufgefordert, dem Schiffsführer ein Trinkgeld zu geben. Wir fanden dies ganz schön dreist.

Nachdem wir dann wieder festen Boden unter den Füßen hatten, stellten wir fest, das viele Reisegruppen abgezogen waren und wir uns jetzt noch etwas in Ruhe umsehen konnten. Aber erst musste unser Durst und Hunger gestillt werden. Uns war schon ganz komisch. Leider gestaltete sich die Suche nach einem preiswerten Restaurant etwas schwierig, so dass wir zum „Pizzahut“ gingen, eine auch bei uns als preiswert bekannte Lokalkette. Hier erhielten wir auch eine deutsche Speisekarte. Ansonsten ließ man uns „Deutsche“ ganz schön abblitzen, was die Verständigung anbelangte.

Nachdem wir uns gestärkt hatten,

schauten wir uns dann noch einmal den Grote Markt mit seinen wunderschönen farbenprächtigen Zunfthäusern und den Belfried in aller Ruhe an.

 

        

Rathaus und Grote Markt

Er ist der wichtigste Turm von Brügge, 83 m hoch und beherbergt eine Schatzkammer sowie ein beeindruckendes Uhrwerk mit Glockenspiel.

Danach schlugen wir langsam den Rückweg zu unserem Bus ein. Damit wir aber nicht aus Brügge fuhren ohne die berühmten Waffeln probiert zu haben, setzen wir uns in der Nähe von Beginenhof in ein Cafe und verspeisten eine Waffel mit Erdbeeren und Sahne. Wie gut, dass wir nur eine Waffel genommen hatten, denn sie reichte wirklich für uns beide.

Ziemlich kaputt (besonders ich mit meinem angeschlagenen Bein) kamen wir dann vor der vereinbarten Zeit zum Treffpunkt. Dort erwartete uns schon unser Busfahrer und es ging zurück zum Hotel. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten und etwas Obst und ein paar Kekse für den kleinen Hunger zu uns genommen hatten, ließen wir bei einem Glas Wein den Abend auf unserem Balkon ausklingen, denn am nächsten Morgen sollte es um 9.00 Uhr gen Heimat gehen.

Unsere Rückfahrt war leider nicht so schön. Es fing an zu regnen und wir konnten den Kölner Dom bei diesem diesigen Wetter nicht sehen. Dann kamen wir auch noch in einen 1-stündigen Stau (es waren einfach zu viele LKW´s auf der Straße) und in einen Sturzregen mit Gewitter, was die Fahrzeiten für unseren Busfahrer sehr durcheinander brachte. In Neumünster angekommen, wurden wir „Kieler“ in einen kleineren Bus verfrachtet, weil unser Fahrer nach Rendsburg musste, um nicht seine Fahrtzeiten zu überschreiten.

Es war ein heißer, anstrengender, aber auch erlebnisreicher Kurzurlaub, den man anhand der vielen Fotos, die wir gemacht haben noch einmal in Ruhe Revue passieren lassen kann.

 

Fotos: G. Braune und Google