Ist die Menschheit noch zu retten?

 

von Ingrid Dobrick

 

Die Menschheit insgesamt kann gar keine "Fortschritte" machen, denn jeder Mensch wird unwissend und "dumm" geboren. Das ist wohl in der Evolution so vorgesehen.

Er muss sein Wissen mühsam und Schritt für Schritt von den Eltern oder seiner Umwelt lernen wie jedes andere Säugetier. Nur mit dem Unterschied, daß das Tier garantiert von den Eltern lernt, weil es anderen Falls vom ersten Feind aufgefressen würde, während da Kind nur bedingt im Stande oder Willens ist, von den Eltern zu lernen.

Ab einem bestimmten Zeitpunkt weigert es sich sogar meistens, das Wissen oder die Erfahrungen der Eltern zu übernehmen und geht trotzig seinen eigenen Weg, macht seine eigenen Fehler und Erfahrungen.

Wenn der Mensch dann vielleicht eines Tages genügen "Wissen" und "Erfahrungen" angehäuft hat, um einigermaßen gefahrlos und zufrieden leben zu können, wird er sterben, genau so, wie alle Menschen vor ihm. Und mit ihm sterben alle seiner persönlichen Erfahrungen und sein Wissen.

Der Mensch hat im Gegensatz zum Tier die FREIHEIT, aus dem Wissen und den Erfahrungen seiner Vorfahren zu lernen. Er kann diese Freiheit im Gegensatz zum Tier "nutzen oder auch nicht".

Sicher kommt es auf das Umfeld an, in das er hineingeboren wurde. Bekommt er eine Chance sich geistig und körperlich zu entwickeln. Was kann er aus seiner Umwelt lernen? Herrscht in dieser Umwelt Krieg oder Frieden, Hunger oder Überfluss?

Nur die Technik entwickelt sich unaufhaltsam und mit Sicherheit weiter. Sie ist nicht dem menschlichen Prozess des Werdens un Vergehens ausgesetzt. Sie wird fast immer auf der Basis des schon vorhandenen fortschreiten.

So kommt es unaufhaltsam dazu, daß die TECHNIK von Menschen entwickelt, in vielen Bereichen den Menschen überholt. Die Wahscheinlichkeit ist hoch, dass die Technik den Menschen eines Tages zerstören könnte, weil der immer wieder neu geborene Mensch nicht mehr in der Lage sein könnte sie zu beherrschen. Als Beispiel möchte ich die Atomtechnik anführen, deren Beherrschung wie Unfälle zeigen ein großes Risiko birgt. Ganz zu Schweigen von der Endlagreung des atomaren Mülls mit seiner hohen Zerfallszeit.

Auch das Wissen, dass der Mensch in Büchern angehäuft hat, z.B. auch in religiösen Werken, nützt seinem Fortschritt nur bedingt. Er muss von dem Wissen den rechten, den Menschen dienenden Gebrauch machen. Das gilt besonders für Menschen mit politischen Aufgaben, die ja bei ihren Entscheidungen und deren Auswirkung ganze Völker sowohl in positiver als auch in negativer Art beeinflussen können. Inwieweit hier der Einzelne noch die persönliche Freiheit hat eine gute Entscheidung auf Grund seines Wissen zu treffen, wird durch den allenthalben stärkeren Gruppenzwang nicht unwesentlich beeinflußt.

Auch die Religionen waren seit bestehen  der Menschheit nicht imstande, die vorher geschilderten Tatsachen zu ändern.

Deshalb konnten sie auch bis heute nicht zur "Verbesserung" der Menscheit insgesamt beitragen.