Schilda ist überall...manchmal auch in Kiel

Schilda und die damit verbundenen Schildbürgerstreiche gibt es überall. Warum nicht auch in Kiel. Vor längerer Zeit versuchte ich auf etwas humorvolle Weise das Problem der Beleuchtung in der Strasse in der ich wohne zu kritisieren. Ich gebe es nachstehend wieder.

Wie glücklich sind viele Vögel in Kiel, zumindest in der Esmarchstrasse wo ich wohne. Ihre Nester sind nächtens hell be- und erleuchtet. Sie können sich nie verirren, nicht gegen Äste fliegen, oder sich sonstwie stoßen.

In der Institution, die für die Stadtbeleuchtung zuständig ist, arbeiten keine "Vogelfreunde". In Verkennung der Vogelbedürfnisse, die es lieber dunkel hätten, bevorzugen Fußgänger nächtens jedoch die Helligkeit , vor allem auf den Bürgersteigen. Aber vielleicht gibt es ja eine Verordnung, die Vögeln Helligkeit und den Bürgern empfiehlt, sich für den nächtlichen Heimweg mit Taschenlampen auszurüsten.

Nur haben Fußgänger und Radler manchmal Probleme, Ihre Nester (Häuser)zu erkennen. Zum Beispiel bei mir in der Esmarchstasse. Da sind die erneuerten Laternenmasten wieder genau so lang wie die alten. Die meisten Leuchtkörper befinden sich im Laub der Bäume. Das gibt in Sommernächten eine grünlich schimmernde Beleuchtung, bei der man an Geistergeschichten erinnert wird.Die Bürgersteige aber sind nur in kleinen Abschnitten hell.

Wenn die Lampen so bleiben, dann werden die Vögel auch weiter beleuchtete Nester haben. Die Anwohner aber im Sommer in grünlicher, oder überhaupt keiner Beleuchtung nach Hause tappen.

Nun hat sich dankenwerterweise der Ortsbeirat mit dem Problem beschäftigt. Die Kieler Nachrichten schickten eine Reporterin. Nett haben wir über das Beleuchtungsfiasko gesprochen. Ein paar Fotos wurden gemacht. Und am 23. Juli 2010 erschien dann der nachstehende Artikel, den ich mit Erlaubnis der KN zufüge. Nun glaube ich ja nicht, dass sich Wesentliches ändern wird. Aber immerhin freue ich mich, was die Strassenbeleuchtung betrifft auf den Winter. Dann wird das Laternenlicht durch's Astgewirr scheinen und die Bürgersteige zumindest wieder teilweise hell sein, bis zum nächsten Frühling, wenn die Vogelnester im grünen Laub nächtens wieder beleuchtet sind und ich nebst anderen Bürgern im dunkeln nach Hause tappe. Mit einer sinnvollen Änderung rechne ich nicht mehr. Als Anregung für eine gute Beleuchtung füge ich am Ende noch ein paar Fotos an, die zeigen, dass man auch mit niedriger stehenden Laternen Fahrwege und Fußwege gut ausleuchten kann.

 

Wie die nachstehenden Bilder zeigen, hätte man bei Neuinstallation der hohen Laternenmasten auch kürzere verwenden können. Das Licht würde dann Fahrweg und Bürgersteig beleuchten und nicht die Blätter der Bäume. Die niedrigeren Laternen gibt es in vielen Kieler Strassen.Das Beschneiden der Bäume und den Abtransport von Ästen und Laub hätte man sich auch erpart. Man müsste den Namen unserer Strasse umbenennen in " Hoheleuchte ". Aber auch unter hohen Bäumen gibt es im Bereich Düsternbrook Laternen mit kurzen Masten, die Fahrweg und Fußweg ausreichend beleuchten. Siehe Niemannsweg. Aber davon wollte ich nicht auch noch Fotos machen. Wer's denn möchte, kann sich bei einem Spaziergang davon überzeugen.

 

Fotos:  Fander  und  KN.