Schlaganfall - Der Schuss vor den Bug

 

Liebe Freunde,

mir ist bewusst, dass mein Schreiben zum 14. Mai dieses Jahres Verwunderung auslöste. Ich hatte Gerlinde gebeten es zu versenden. Die gesundheitlichen Gründe waren ein Schlaganfall, den ich nach dem Einkauf im Citti-Markt auf dem Parkplatz erlitt. Nur durch die schnelle Reaktion von Gerlinde, die sofort bemerkte was mit mir geschah, wurde ich innerhalb kürzester Zeit mit einem Rettungswagen, den Gerlinde über 112 alarmierte in die Neurologie der Uni-Klinik Kiel gefahren.

Dort wurde mittels CT der Verschluss einer Ader in der rechten Hirnhälfte festgestellt. Sofort eingeleitete Maßnahmen haben den Pfropf aufgelöst, sodass ich aufgrund dieser sofort eingeleiteten Therapie keine bleibenden Schäden erlitt. Nach mehreren Tagen auf der Intensivstation wurde ich noch zur Beobachtung auf eine normale Station verlegt. Nun bin ich wieder zu Hause. Ohne Gerlinde als meinen rettenden Engel, hätte es wesentlich schlimmer kommen können. Sie hat mir durch ihr entschiedenes Handeln ein zweites Leben geschenkt. Dafür bin ich ihr unendlich dankbar.

Nun kann ich mit Recht zwei Geburtstage feiern. Einmal meinen 87.ten und einmal meinen neuen 1.ten. In der Klinik hatte man mir schon ein Namenschild um das Handgelenk gelegt. So konnte ich nicht vertauscht werden. Künftig soll ich nun ein Blutverdünnungsmittel nehmen, damit so ein Zwischenfall nicht noch einmal vorkommt. Aber das hat enorme Nebenwirkungen. Zunächst aber muss ich mich „von dem Schreck  erholen“. Das gilt natürlich auch für Gerlinde, die dieses Ereignis  auch erst einmal verkraften muss. Fast Tag und Nacht saß sie bei mir am Bett. Es war für mich eine große Beruhigung sie in meiner Nähe zu wissen. Und als sich mein Zustand wieder normalisierte hatte ich ihr gegenüber ein verd...schlechtes Gewissen.

Es war ein Schuss vor den Bug. Im Regelfall wird ja beim zweiten Schuss der Kahn versenkt. Dazu soll es nicht kommen. Ich werde also versuchen die mir verschriebenen „Pillen“ zu schlucken, um ein ähnliches Vorkommnis zu vermeiden. Nun aber verlaufen unsere Tage wie immer. Wir warten auf den Sommer, und auf die Wärme. Und wir freuen uns schon darauf wieder mit unserem Rad die Runden zu drehen. Gerlinde, die ich in mein Herz geschlossen habe gilt noch einmal mein Dank, für das neue mir geschenkte Leben. Wir aber werden uns bei passender Gelegenheit sehen.

Herzlich Euer  

Hans Fander

 

Ein Dankeschön an Frau Schneidewind, die Ihre Anteilnahme durch folgende Zeilen zum Ausdruck brachte:

 

    Lieber Herr Fander,

 

Jeder  hat seinen Schutzengel

Auch Sie hatten ihn neben sich

Solch ein guter Engel lässt sie

Bei allen  „Dingen nie im Stich“.

 

Sie können dankbar sein und froh

Bleiben Sie tapfer– und weiter so!

Es war ein   „Schuss vor den Bug“

Einmal reicht  –  und das ist genug.

 

Nun leben Sie „Ihr Leben“ weiter

Mit frohem Mut und immer heiter

Sie hatten Glück, das soll bleiben,

Nicht nur für heute, „für alle Zeiten“.

 

Wir sind froh, dass Sie alles gut überstanden haben

Und danken Ihnen für diese – wenn auch erschreckende Mitteilung.

Herzlichste Grüße an Sie und Ihren Schutzengel Gerlinde.Von Christel Schneidewind und Mutti

 

 

Ein großes Dankeschön an alle, den Apotheker Rodewald im Cittipark, der den Rettungswagen holte, den Männern vom Wach und Sicherheitsdienst, die den Weg frei machten für den Rettungswagen des Arbeiter Samariter Bundes, deren Männer  mich mit Geschwindigkeit in die Uniklinik brachten, wo die Ärztinnen und Ärzte mit der notwendigen Therapie den Pfropfen im Gehirn auflösten, sodass schon nach kurzer Zeit im CT nichts mehr zu sehen war. Mein Dank gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Intensivstation der Neurologie bei UKSH, die ich ob ihres Einsatzes nur bewundern konnte.

 

Allen Lesern kann ich nun aber aus eigener Erfahrung raten, bei den geringsten Anzeichen für einen  Schlaganfall so schnell wie möglich die 112 anrufen zu lassen, um sofort in eine Klinik zu kommen, wo ohne Verzögerung die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden, um so wenig Folgen wie möglich zurück zu behalten.